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vierte Phase der Trennung: um die Beziehung kämpfen und feilschen

Trennung <br/> Foto: M. Schüler Pixelio

Trennung
Foto: M. Schüler Pixelio

Oft kommt nach der Wut die Befreiung aus dem Gefühl, Opfer zu sein.

Es wird wieder um die Beziehung gekämpft:

Grenzen werden erprobt und man möchte sich nicht geschlagen geben. Das führ dazu, dass man neue Ideen und Aktivitäten entwickelt, um mit dem Partner in Verhandlung zu treten. Man ersinnt Dinge, die das wiederaufleben lassen der Partnerschaft attraktiv machen würden. Oft werden in dieser Phase Geschenke gemacht oder Zugeständnisse, die eigentlich allesamt zu groß sind. Der eigene Selbstwert ist in dieser Phase von großer Bedeutung: entweder findet ein Verlust des Selbstwertes statt oder eine Art Überheblichkeit dominiert. Hier liegt auch die Gefahr dieser Phase.

Wie wird um die Beziehung gekämpft?

Im Verhalten zeigt sich häufig: Feilschen, Angebote machen, „wenn ich (du) das und das ändere, dann…“ häufig wird in dieser Phase ein Umzug oder eine Schwangerschaft geplant oder durchgesetzt, eine Immobilie gekauft oder aufwendige / teure Geschenke gemacht.

Man glaubt, dass man aushandeln könne, dass die die Trennung zurückgenommen wird.

Die Gedanken drehen sich darum, wie man durch Aktivität geschehenes ungeschehen machen könnte und die Liebe neu entfacht werden könnte, oder dass man sich nur genug anstrengen muss.

Entfremdungsgefühle sich selbst gegenüber können auftreten, ebenso wie Erkältungen, Gefühlsschwankungen oder Gefühlsabstumpfungen, Gedankenkreisen, Neigung zu Unfällen, Finger einklemmen, Nervosität und Vergesslichkeit.

Diese Phase der Trennung gleicht einer Pilgerfahrt:

Die vierte Phase der Trennung, das Feilschen, hat einen Aspekt des Leugnens. Immer ist eine hohe Opferbereitschaft vorhanden. Es ist so, als ob man in die Kirche geht und sagt: bitte bitte lieber Gott, mach das xyz wieder gesund wird. Ich geh dann auch immer Sonntags in die Kirche und lüg nie nie wieder!
Oder es ist so, wie wenn jemand eine Diagnose vom Arzt bekommt und dann zur Pendlerin geht.
Es findet kein Realitätscheck statt. Es wird sich nicht an der Realität orientiert. Man ist sozusagen bereit, sich „unter Wert zu verkaufen“. Auch wird die Umwelt durch wiederholendes Klagen und Hadern ziemlich überfordert. Es findet ein enormer Energieverlust statt. Warten und Hoffen prägen den Alltag.
Interessanterweise ist diese Phase der Trennung eine Situation, in der eine Geliebte oder ein Geliebter in einer Dreiecks Geschichte fast immer zu finden ist (Quelle: Jellouschek/ Langsdorff).

Wichtig ist es, sich in dieser Phase der Trennung in Fluss zu bringen. Immer wieder bleiben Menschen nach einer Trennung über Jahre hinweg in dieser Phase stecken. Auch kann eine einfache Kosten / Nutzen oder worst case / best case Überlegungen Klarheit bringen. Wichtig ist es, sich, den anderen und das Gemeinsame zu sortieren. Was ist man wirklich bereit zu opfern, welchen Preis hat das und was könnte der dauerhafte Nutzen sein? To do Listen schaffen auch einen guten Halt in dieser Phase der Trennung. Alles was das Selbstbewusstsein stärkt und auch die extremen Gefühlsschwankungen abfängt ist jetzt wichtig.


Praxis für Paartherapie Berlin

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