Stress macht Heißhunger
Die Figur eines Menschen hat viel mehr mit dem Gefühlsleben zu tun, als bislang angenommen wurde. Forscher haben herausgefunden, dass Stress ein machtvoller Faktor für Übergewicht ist. Natürlich gilt umgekehrt, dass der richtige Umgang mit Stress helfen kann, Übergewicht zu vermeiden oder beim Abnehmen unterstützend wirkt.
Selbst bei Menschen ohne Übergewicht ist die Steuerung von Appetit und Sättigung ein komplizierter und leicht zu irritierender Prozess. Organisches, Sinne, Gehirn, Botenstoffe und Psyche spielen mit, wenn wir Appetit auf einen Schokoriegel oder ein leckeres Stück Pizza bekommen. Oft genügt dann schon die Vorstellung an die Pizza, um das Wasser im Mund zusammen laufen zu lassen. Der Körper reagiert bereits auf die Vorstellung und fährt den Stoffwechsel wegen der anstehenden Verdauung schon mal hoch. Erfolgt dann das sich Einverleiben des Objektes der Begierde, so dämpft die Nahrungszufuhr das Stresssystem und Glückshormone werden ausgeschüttet. Man fühlt sich warm, geborgen, Bedrohungsgefühle schrumpfen und die Stimmung färbt sich wohlig. Der beste Mix hierfür: Fett + Zucker + Salz + Weißmehl + Alkohol. Pizza mit Cola und danach ein Bier kommen dem sehr nahe?
Aber auch zwei Komponenten des oben genannten machen nicht nur kurzfristig glücklich, sondern führen langfristig zu Übergewicht.
Dieses kurzfristige Glück durch Essen hilft nur scheinbar gegen den Stress. Denn der Stress bleibt. Übergewicht entsteht. Das bleibt dann auch. Dies führt zu zusätzlichem Stress. Ein Teufelskreis entsteht: Stress führt zu Übergewicht, und das Übergewicht führt zu neuem Stress.
Hat der Körper erst einmal bemerkt, wie unangenehm Stress und wie angenehm Essen ist, werden Langzeitwirkungen wie Übergewicht ausgeblendet und nur das sich besser fühlen im Hier und Jetzt scheint zu zählen. Heißhunger wird zur Bewältigungsstrategie bei Belastungen.
Kaum etwas ist in diesem Zusammenhang neben Entspannungsübungen dringender zu empfehlen als mäßige, jedoch regelmäßige Bewegung. Dies bewirkt Stress Abbau, hellt die Stimmung auf und wirkt antriebssteigernd. Egal ob sie sich zum Joggen, Radfahren, Schwimmen, Walken oder etwas anderes entscheiden: Fangen Sie klein an, machen Sie Pause. Belasten Sie sich nur bis zu einem mittleren Bereich (Pulsfrequenz bis etwa 180 minus Lebensalter), vermeiden Sie Schmerzen, Muskelkater und Atemlosigkeit.
Falls Sie bereits unter Übergewicht leiden, sollten Sie sich um eine Umstellung ihrer Nahrungsgewohnheiten bemühen.
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