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Lebenssinn nach Steiner

Lebenssinn nach Steiner

Lebenssinn nach Steiner Foto: Chhmz Aboutpixel

Vorab: in der anthroposophischen Menschenkunde unterscheidet man zwölf Sinne, die sich in drei Hauptgruppen unterteilen: 4 untere Sinne, 4 mittlere Sinne, 4 höhere Sinne.

Die unteren Sinne beziehen sich mehr auf das Wahrnehmen von uns selbst, unserem Inneren. Die vier unteren Sinne werden auch Leibessinne genannt, weil sie ihre Eindrücke auf den Körper beziehen. Sie stehen im engen Zusammenhang mit dem Stoffwechsel Gliedmaßen System und dem Willen. Die vier unteren Sinne bilden auch die gesunde Basis, an der die anderen Sinne reifen. Der Lebenssinn ist nach dem Tastsinn der zweite der unteren Sinne.

Der Lebenssinn nach Steiner:

Bewusst gemacht werden im Lebenssinn alle Lebensbefindlichkeiten: Hunger, Durst, Müdigkeit usw. Man nimmt durch ihn wahr, ob man sich zum Beispiel wohl fühlt.

Dr. R. Steiner (1) sagt zum Lebenssinn:

" Was ist der Lebenssinn? Es ist etwas im Menschen, was er eigentlich wenn alles in Ordnung ist, nicht fühlt, sondern nur dann fühlt, wenn etwas in ihm nicht in Ordnung ist. Der Mensch fühlt Mattigkeit, die er wahrnimmt als ein inneres Erlebnis, die er eine Farbe wahrnimmt. Und das, was im Hunger - oder Durstgefühl zum Ausdruck kommt, oder was man ein besonderes Kraftgefühlen nennen kann, das müssen sie auch innerlich wahrnehmen wie eine Farbe oder einen Ton... die erste menschliche eigene Wahrnehmung durch den Lebenssinn gegeben, durch den der Mensch sich seiner Körperlichkeit nach bewusst wird. "

Was bewirkt der Lebenssinn?

Das vegetative Nervensystem ist die eine Decke zum Schutz zwischen der Regelung der Verdauung etc. im Unbewussten und dem Wohlgefühl im Bewussten.

Es sind die feinen ätherischen Prozesse, die der Lebenssinn oder Vitalsinn wahrnimmt. Durch den Lebenssinn kommen zu einem körpervermittelndem Ganzheitserlebnis, welches nicht nur durch das erste Identitätserleben vermittelt, sondern auch zu einem Gefühl von Vertrautheit führt. Diese Vertrautheit wird zudem erspüren der Kontinuität des eigenen Lebenslaufes.

Dr. K. König (2) sagte sinngemäß, dass der Mensch sich durch den Lebenssinn als "Ich und Leib sind Eins" empfinden kann.

Der Lebenssinn sorgt für Selbstvertrauen!

Das Wohlgefühl des "ganz bei sich selbst seins", "in sich Ruhens" entsteht in Bezug auf die eigene Körperlichkeit. Darauf beruhen die Gefühle der Geborgenheit, dass Selbst- und das Daseinsvertrauen sowie die Gewissenhaftigkeit. Das eigene Wohlgefühl wirkt direkt auf den Lebenssinn des Menschen. Hierbei sind Kontinuität, Rhythmus, Umfeldstimmung (und Gestaltung) ein Faktor, welcher pflegend auf die Ausgestaltung dieses Sinnes wirkt.

Es muss ein Rhythmus erlebt werden zum Beispiel zwischen Hunger und Satt, oder zwischen hellwach und todmüde.

Prozesshaftes beobachten und erleben wie z. B. das vorbereiten der Nahrungsaufnahme durch selber kochen, wahrnehmen des Duftes... wirken ebenfalls stärkend. Hierbei beginnt der Erwachsene, und die Kinder kommen von selbst dazu.

Der Lebenssinn ist wie eine vegetative Decke als Schutz zwischen oben und unten.

Der Lebenssinn ermöglicht Wohlgefühl im Bewusstsein und Regelung im Unbewussten.

Lebenssinn gestörte Menschen werden sehr selten krank! Sie sind aber immer irgendwie Elend. Kein Fehler, keine Kinderkrankheiten, ein nicht "eingreifen ins Haus".

Gestörtes Essverhalten sind die Folge, z. B. Unlust, Ekel gegenüber Essen, oder Fressanfälle, Heißhunger auf Schokolade

Häufig haben Menschen mit Lebenssinn Problemen auch eines dieser Themen:

  • Aggressivität: hereinschießende Organtätigkeit, Verdauung, Vernichtung alles Fremden
  • Furcht: Erstarren im Inneren, Angst, Scham

Lebenssinn im Erwachsenenalter:

Für den Erwachsenen bedeutet die Pflege dieses Sinnes, die Grundlage des Selbstvertrauen zu stärken.

Anthroposophie in Coaching und Therapie:

Anthroposophie in der Paartherapie Berlin

Anthroposophie beim Abnehmen Berlin

Anthroposophie bei der Raucherentwöhnung Berlin

  • 1 R. Steiner aus Karl König 1971 über den Lebenssinn
    Seite 30
    "Sinnentwicklung und Leiberfahrung"
    Reihe: Heilpädagogik aus anthroposophischer Menschenkunde
    Verlag Freies Geistesleben, 1971 Stuttgart
  • 2 K. König (1971) über den Lebenssinn:
    Seite 31 "Sinnentwicklung und Leiberfahrung"
    Reihe: Heilpädagogik aus anthroposophischer Menschenkunde
    Verlag Freies Geistesleben, 1971 Stuttgart

 

 

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