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wenn die Liebe in die Leere falscher Vorannahmen fällt

Wenn die Liebe in die Leere falscher Vorannahmen fällt Foto V. S. Braun Aboutpixel

Partnerschaft ist Interaktion

Alles, was zwischen Menschen geschieht, ist Interaktion. Um es mit Paul Watzlawick zu sagen: "man kann nicht nicht kommunizieren". Die Unausweichlichkeit der gegenseitigen Kommunikation ist einer der Gründe, warum eine "Kränkung" in der Partnerschaft häufig vorprogrammiert ist (E. Müller-Luckmann: "die große Kränkung"). Hierbei kann es nicht um die Zuweisung von Schuld gehen!

Es gibt viele verbreitete Grundannahmen über Partnerschaft, die ins Leere führen. Häufig sind diese gar nicht bewußt. Dennoch wirken sie:

Ich vertrage Kritik

Häufig wird die Fähigkeit, Kritik zu ertragen völlig überschätzt. Aufrichtige und konstruktive Kritik ist sehr selten! Sie setzt voraus, dass der Kritiker kein Mütchen an uns kühlen will. Kritik bedeutet immer, dass der Andere ein anderes Bild von uns hat als wir selbst. Das kann hilfreich sein, aber auch schmerzhaft - auf jeden Fall handelt es sich um die subjektive Wahrheit des Kritikgebers. Sich dies klar zu machen wäre hilfreicher als sich verletzt zu fühlen.

Kritik äußern kann jeder

Es bedarf des ausbalancierten Taktgefühls, Kritik konstruktiv anzubringen. Konstruktive Kritik ist ein echter Freundschaftsdienst. Wer uns nie kritisiert, interessiert sich wahrscheinlich nicht für uns. Wer immer kritisiert, ist möglicherweise eher ein Rivale als ein Freund...

Liebe weckt Gegenliebe

Jemand Gefühle entgegen zu bringen bedeutet nicht, dass der andere diese entgegen nehmen möchte oder erwiedern wird. Beständige Gefühlszuwendung rührt weder, noch kommt sie an oder macht weich...

Hauptsache ehrlich

Oft hört man, dass Partner alles ertragen könnten, solange es "ehrlich" ist. Häufig sprechen Paare jedoch erst dann ehrlich miteinander, wenn es schon zu spät ist.
Ehrlichkeit kann nur konstruktiv sein, wenn sie zeitnah kommuniziert wird und mit soetwas wie "tätiger Reue" verbunden ist. Dies wiederum setzt vorraus, dass der Partner dieses akzeptiert und wertschätzt - d.h. nicht bei passender und unpassender Gelegenheit wieder damit anfängt.  Nichts gesagt ist auch schon gelogen - sagt ein Sprichwort.

Partnerschaft aus "um-zu´s"

Manche Menschen haben eine Menge Gründe, eine Partnerschaft einzugehen. Viele dieser Gründe sind "um-zu" Gründe. Um nicht mehr zu Hause wohnen zu müssen, zieht man zusammen. Manche Menschen wollen endlich verheiratet sein. Hierfür braucht man in erster Linie einen heiratswilligen Partner. Es kann auch sein, dass neben der Heiratsabsicht den bisherigigen langweiligen Lebensbedingungen entronnen gewollt wird. Früher trachteten viele Frauen danach, Frau Doktor zu werden, die Frau eines Beamten (Pension!), Künstlergattin oä. zu werden, oder ein großes Haus mit Garten zu haben.Sex zu legalisieren dürfte in der heutigen Zeit hierzulande keine Rolle mehr spielen.

Partner sein - Teilhaberschaft

"Du bist meine Welt" schafft eine gefährliche Irrealität, in der Partnerschaft von vorne zu Tode verurteilt ist. Man kann nicht ungepprüft davon ausgehen, zu wissen was der andere denkt, hofft, will oder zu was er Lust haben wird.

Man kann nicht alles mit dem anderen teilen.

Jeder bleibt ein einzelner Mensch für sich! Je mehr jeder sich seiner eigenen Identität und Individualität gewahr ist, umso besser kann er Partner sein.

 

 

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